Zwei Abenteuer nahe Mailand
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
~ Kurt Tucholsky 1962
Ganz gemäß diesem wunderbaren Sprichwort wird dieser Blogpost etwas kürzer, jedenfalls der ausgeschriebene Text.
Mein erster Klettersteig
Da Carlo gerade mit seinen Klausuren fertig geworden ist, haben wir die Gunst der Stunde für einen Ausflug genutzt. Gegen 14 Uhr bekam ich Carlos Anruf: “Ich bin jetzt durch mit meiner Klausur, hast du Lust auf einen Klettersteig?” Gegen 15 saß ich dann im Auto und um 16:30, nach einer verkehrsreichen Fahrt, kamen wir in Lecco an.
Wanderschuhe, Klettergurt und Helm hatte ich in Antizipation eines gemeinsamen Kletterausfluges aus Deutschland mitgenommen. Das Sicherungsseil mit Federung sowie Kletterhandschuhe stellte mir zum Glück Carlo, sodass es nach kurzer Unterweisung los gehen konnte. Es war mein erster Klettersteig und ein wunderschöner dazu. Wir kamen eben so bei Sonnenuntergang oben an. Während der etwa 300 Höhenmetern an der Steilwand hatten wir dadurch einen genialen Blick ins Tal, auf den See und auf die hinter den Bergen verschwindende Sonne. Mit Stirnlampen ging es im Dunkeln wieder den Berg hinab. Nach dem Heimfahrt und eine leckere Pizza später fiel ich müde und glücklich ins Bett.
Radtour am Bergsee
Nur wenige Tage später kam Dominic zu besuch nach Mailand. Da er mit einem Freund auf Radtour in Italien gewesen war, hatte er Rad und Bikepacking-Ausrüstung dabei. Dank Mountainbike und Fahrradhose von Carlos Vater war auch ich ausgestattet. So konnten wir zu dritt ins Abenteuer starten.
Samstag um 7:00 Uhr startete den Tag mit der Bahn nach Brescia und dort stiegen wir in die Bimmelbahn mit Endstation Edolo um. Somit begann unsere Radtour in den italienischen Bergen auf 800 Höhenmetern. Unser Ziel Mailand liegt deutlich tiefer auf nur 120 Höhenmetern. Neben dem Vorteil, das wir viel bergab fahren konnten (Es gab auch ausreichend Bergaufpassagen), konnten wir so mit Blick auf schneebedeckte 3.000er starten und während unserer Fahrt vorbei am Lago d’Iseo bis nach Mailand einmal den kompletten Tapetenwechsel der Landschaft miterleben.
Wir hatten zwei unfassbar schöne Fahrradtag und übernachteten in einem wenige Tage vorher gebuchten Airbnb in Sarnico, direkt am See. Am zweiten Tag verblieb uns landschaftlich die Tiefebene, welche wir im Windschatten und mit Tempo 30 (Zeitweise, dank NFC Monster) durchquerten.
Insgesamt hatten wir ein hammermäßiges Wochenende, das mich sofort aus meinem Unikontext heraus- und in den Urlaubsmodus hineinkatapultiert hat. Die Nähe der Berge, und somit von großartigen Urlaubszielen für den Sommersport, ist in Mailand wirklich unschlagbar. Was für ein Glück, dass ich hier ein Semester verbringen darf und dass meine Freunde die Vorliebe für sportliche Aktivitäten teilen.
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